Herzlich Willkommen zur neuen PflegeKultur „Meckern war gestern, machen ist heute“! Wir gestalten Zukunft…

Wie sieht die Zukunft der Pflege aus?

Diese Frage ist eine Frage die uns alle angeht. Denn Pflege nehmen wir alle im Laufe unseres Lebens in Anspruch. Über diese Frage diskutieren WissenschaftlerInnen, Berufsverbände, PolitikerInnen, Gewerkschaften, verschiedene GesundheitsexpertenInnen und viele mehr.

Die Antwort ist jedoch eigentlich ganz einfach: Die Zukunft der Pflege sind wir! Wir? Wir! – die auszubildenden, jungen und junggebliebenen Menschen in den Pflegeberufen.

Diese Zukunft möchten wir gestalten. Wir setzen uns für eine menschenwürdige Pflege ein. Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und menschenwürdige Begleitung der Pflegebedürftigen. Für Spaß an der Pflege und Freude im Beruf. Für gute Zusammenarbeit, eine gute Praxisanleitung, Professionalität und Menschlichkeit. Für eine Zukunft voller Gesundheit und Wertschätzung.

Jedoch ist die Zukunft ungewiss und nicht in Stein gemeißelt. Wenn wir sie also gestalten möchten, wenn wir positiv und voll Vorfreude voranschreiten möchten, dann müssen wir uns für unsere Werte und Vorstellungen einsetzen und stark machen.     

Das möchten wir tun. Und wir möchten es JETZT tun – bevor es zu spät ist. Wir? Wir sind eine informelle Gruppe von Berliner PflegeschülerInnen verschiedener Krankenpflegeschulen. Inzwischen sind viele Examinierte, Unterstützer aus anderen Berufsgruppen und Pflegeaktivisten dabei. Wir sind stolz auf unseren Beruf und lieben unsere Arbeit. Durch den direkten Vergleich den wir haben und den Austausch den wir pflegen erkennen wir: Die Probleme sind überall die selben. Wir möchten die Bedingungen ändern. Wir möchten ein Umdenken erreichen und gleichzeitig zeigen, dass es so nicht weitergehen kann. Und wir laden dich dazu ein das gemeinsam mit uns anzugehen.

Unsere Forderungen:

-> gesetzliche Personalbemessung „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – außer im Krankenhaus. Auch Altenpflegekräfte kennen das Problem: Völlig unterbesetzt kann auf so mancher Station kaum die Grundversorgung der Patienten gewährleistet werden, Pflege- und Therapieerfolge leiden genauso unter den Bedingungen, wie die Patienten selbst. Pflegekräfte die bis an ihre Grenzen arbeiten sind keine Seltenheit mehr – im Verhältnis dazu sinkt die Attraktivität und das Ansehen des Berufes ins Bodenlose.

-> verpflichtende Fort- und Weiterbildungen in Arbeitszeit und von ArbeitgeberInnen                  finanziert Wer gute Arbeit wünscht, muss Weiterbildung gewährleisten. Qualitative Arbeit ist von regelmäßigem Auffrischen und Erweitern des Wissensstandes abhängig. Aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft sollen in der täglichen Pflege ankommen, damit generelle Standards ermöglicht werden können.

-> 25% Praxisanleitung während der praktischen Ausbildungen Schüler brauchen zum Einen eine gute Ausbildung, zum Anderen kosten sie Zeit – Praxisanleiter müssen zur Ausbildung und Anleitung von Schülern für diese Aufgabe freigestellt werden. Schüler sind keine billigen Arbeitskräfte und dürfen nicht als vollwertige Arbeitskraft eingeteilt werden.

-> Zusammenarbeit und Vernetzung, um diesen Zielen näher zu kommen Gemeinsam sind wir stark – klingt abgedroschen, hat sich aber bewährt. Inzwischen besteht unser Netzwerk aus verschiedensten Projekten, Aktivisten, Auszubildenden und Examinierten, Sympathisanten, Künstlern und Unterstützern. Wir freuen uns auf weitere Kontakte und Unterstützer – jeder der sich mit unseren Forderungen identifizieren kann ist herzlich willkommen.